Die Familie wächst – Schaukelstuhl Nr. 5 – hier der Werdegang vom Entwurf bis zum fertigen Stuhl
Hier stelle ich Ihnen eine besondere Variante des Schaukelstuhls Nr. 5 vor.
Auf Wunsch wurde dieses Modell in einer extrabreiten Ausführung angefertigt. Die Sitzfläche ist 74 cm breit und etwas tiefer als bei der herkömmlichen Variante. Durch den niedrigeren Schwerpunkt war es bei dieser Ausführung nicht nötig eine stabilisierende Mittelstrebe zwischen die Kufen zu setzen. Es gibt dieses extrabreite Schaukelstuhlmodell auch als höhere Version mit Mittelstrebe zwischen den Kufen. Diese sorgt für erhöhte Stabilität und garantiert eine lange Lebensdauer.
Da der Schaukelstuhl etwa 18 cm breiter ist als die „Normalvariante“ wurden hier auch zwei zusätzliche Streben in der Rückenlehne eingesetzt. Dies garantiert auch bei dieser Breite eine angenehme Auflagefläche.
Schaukelstuhl Nr. 4 mit einer hölzernen Lehne ist für mich immer ein besonders schöner Auftrag. Wenn ich nach vielen Stunden Arbeit endlich das Öl auftragen kann. Dann kommt Leben in die Öberfläche und das Möbelstück.
Dieser Schaukelstuhl wurde aus Ahorn gefertigt. Die Oberfläche ist mit hochwertigem Wachs behandelt. Da Ahorn eine sehr dichte und geschlossene Struktur aufweist, lässt sich die Oberfläche sehr glatt schleifen.
Durch die extrabreite Ausführung dieses Schaukelstuhl ist es auch für übergewichtige Menschen möglich sich dem Genuss des Schaukelns hinzugeben. Wenn Sie Interesse an solch einem Möbelstück haben, kontaktieren Sie mich gerne per MAil oder Telefon. Auch die Schaukelstuhlmodelle Owen, Linné mit Holzlehne, Nr. 3 und Nr. 4 mit Holzlehne können in einer extrabreiten Ausführung gefertigt werden.
Leider gibt es von der höheren Variante des extrabreiten Schaukelstuhl mit der Querstrebe zwischen den Kufen nur ein einfaches Werkstattfoto. Aber für einen kleinen Eindruck ist das vielleicht ausreichend.
Die Querstrebe sorgt für eine bessere Kräfteverteilung auf die Vorder – und Hinterbeine bei seitlichen Belastungen. So ist gewährleistet, dass der Schaukelstuhl nicht seitlich wegknickt.
FERTIG!
Als letztes kommt immer die endgültige Formgebung. Diese war bei den letzten Bildern fast abgeschlossen. Leider bin ich im abschließenden Prozess meist nicht zu bremsen und vergesse dann weitere Aufnahmen des letzten Stücks des Weges zu machen. Ich gelobe Besserung 🙂
Jedenfalls ist das nun das Ergebnis. Bisher existiert nur eine Variante mit Holzlehne. Eine Lehne aus Leder ist geplant, wird aber noch etwas auf sich warten lassen.
Der Schaukelstuhl ist wie immer perfekt austarriert und hat eine ergonomisch perfekte Sitzform. Die Armlehnen sind großzügig dimensioniert, so dass die Arme bequem abgelegt werden können.
Die Streben der Rückenlehne sind in einem schönen Querriegel gelagert. Dieser macht nicht nur optisch einiges her, sondern dient auch der Stabilität.
Das hier gezeigte Modell hat den mittleren Kufenradius. Ich empfehle immer diesen oder einen etwas kleineren. Den größten Kufenradius empfehle ich eigendlich nicht, da dieser eher eine kippelnde Bewegung macht und nicht so schön ausgiebig schaukelt.
Alle Modelle können ohne Aufpreis an Ihre Körpergröße angepasst werden
Bei einem Schaukelstuhl mit Fußauflage ist besonders darauf zu achten, dass das Maß zwischen Fußablage und Sitzfläche zu Ihren Maßen passt. Wenn die Oberschenkel nicht auf der Sitzfläche aufliegen wenn Sie die Füße auf der Ablage abgestellt haben, ist das Maß zwischen Fußablage und Sitzfläche zu kurz gewählt. Wenn Sie die Fußauflage nicht gut erreichen können, ist das Maß zu lang.
Warum ich nur Laubhölzer verwende die auf der Nordhalbkukel vorkommen.
Laubhölzer haben im Allgemeinen eine höhere Dichte und Festigkeit als Nadelhölzer. Aufgrund dieser Eigenschaften sind sie widerstandsfähiger und langlebiger, was sie zu einer guten Wahl für Möbelherstellung macht. Darüber hinaus haben Laubhölzer eine schöne Maserung und Farbe, die ihnen eine ästhetische Qualität verleihen, die in der Möbelindustrie sehr geschätzt wird.
Auf der Nordhalbkugel gibt es eine Vielzahl von Laubhölzern die für meine Möbel in Frage kommen, darunter Eiche, Ahorn, Kirsche, Esche, Rüster, Schwarznuss und Walnuss. Diese Bäume wachsen in gemäßigten Klimazonen, der nördlichen Hemisphäre. In diesen Klimazonen gibt es vier Jahreszeiten, die ein langsames Wachstum und eine dichte Holzstruktur fördern. Dadurch wird im Holz auch Früh – und Spätholz gebildet. Was wiederum zu einer schönen Maserung führt. Bei Hölzern aus tropischen Regionen fehlt mir das oft. Was ganz und gar nicht heißen soll, dass Holz aus tropischen Gegenden nicht schön ist!
Indem Ich nur Laubhölzer verwende, die auf der Nordhalbkugel vorkommen, stelle ich zu einem großen Teil sicher, dass die Herkunft nachvollziehbar ist.
Diese beiden Schaukelstühle waren Sonderanfertigungen auf Kundenwunsch. Denn bis zu diesem Zeitpunkt, gab es diese beiden Modelle (Schaukelstuhl Linné und Schaukelstuhl Nr. 4) nur mit einer Lehne die mit Leder bespannt ist. Doch nun gibt es sie auch mit einer Lehne aus Holz. Hinzu kam, dass es zwei Menschen mit recht unterschiedlicher Körpergröße waren.
Die beiden Bilder der Seitenansicht verdeutlichen, dass diese beiden Stühle nicht zu meiner Körpergröße passen.
Ich möchte Ihnen hier eine neue Version des Schaukelstuhls Linné vorstellen, der eine ergonomisch geformte Rückenlehne und eine Fußauflage hat. Der Lederbezug ist in einem schönen Blauton gehalten und passt gut zur Eiche. Das Leder wurde auf beiden Seiten des Sitzrahmens mit hellem Garn vernäht und bildet einen Kontrast zur restlichen Lederoberfläche.
Vielleicht kennen Sie das auch? Sie setzen sich in einen Schaukelstuhl und irgendwas stimmt nicht. Entweder er schaukelt nicht gut oder er gibt einem das Gefühl nach vorne zu kippen sobald die Beine den Boden verlassen. Deshalb ist der vielleicht wichtigste Punkt für mich, ob der Stuhl richtig austariert ist. Das heißt, dass der Schwerpunkt an der richtigen Stelle ist – der Schaukelstuhl ist in der richtigen Sitzposition in einer Art Gleichgewicht. Er kippt weder nach forne oder hinten. Wenn ich richtig sitze – also Rücken an der Rückenlehne – und ich habe das Gefühl ich sitze richtig tief und fest, ohne nach vorne zu rutschen – der Stuhl fängt bei der kleinsten Bewegung an zu schaukeln…dann ist das schonmal ein gutes Zeichen. Da dies die für mich wichtigste Eigenschaft eines Schaukelstuhl ist, lege ich besonderen Wert darauf.
Ein Schaukelstuhl mit einer zu kurzen Sitzfläche ist wie ein Esszimmerstuhl mit Kufen. Wenn ich mich in einen Stuhl setze der mich voll und ganz aufnehmen soll, in dem ich entspannen und träumen will – dann darf die Sitzfläche nicht zu kurz bemessen sein. Denn ist die Sitzfläche zu kurz, versucht man sich ständig nach hinten zu schieben, weil die Oberschenkel zu einem großen Teil nicht gut aufliegen.
Die Rückenlehne sollte natürlich meinen Bedürfnissen gerecht werden. Manche Rückenlehnen eignen sich zum Hinein lümmeln, andere unterstützen den unteren Rücken und wieder andere geben der gesamten Rückenpartie einen guten Halt. Zu prüfen ist also, ob die Rückenlehne Ihren Ansprüchen gerecht wird. Auch die Kopflehne sollte in der richtigen Höhe sein. Denn ist die Auflagefläche für den Kopf zu weit hinten, bekommen Sie beim Zurücklehnen das Gefühl, dass der Kopf in den Nacken fällt. Entspanntes Sitzen ist in einer solch überstreckten Position nur bedingt möglich.
Der Kufenradius bestimmt – zusammen mit dem richtigen Schwerpunkt – das Schaukelverhalten eines Schaukelstuhls. Je nachdem wie groß der Radius der Kufen ist, wird der Schaukelstuhl langsam und ausgiebig, oder schnell und kippelig schaukeln. Ein kleiner Radius lässt den Schaukelstuhl ausgiebiger und langsamer schaukeln. Das liegt daran, dass bei gleichem Abstand der Vorder- und Hinterbeine der Kreisbogen jedoch länger wird. Die zum Schaukeln nutzbare Kufenlänge nimmt also zu. Wird der Kufenradius größer, wird auch die Länge des Kreisbogens zwischen Vorder- und Hinterbein kürzer. Die zum Schaukeln nutzbare Strecke wird also weniger. Der Weg beim Schaukeln ist also schneller „gegangen“.
Ich arbeite in einer kleinen Werkstatt nordöstlich von Berlin. In dieser Werkstatt sind bisher unter anderem schon fast 100 Schaukelstühle in unterschiedlichen Variationen entstanden. Für solch ein Möbelstück benötige ich allerlei unterschiedliche Materialien. Dieses beziehe ich aus unterschiedlichen Quellen:
Die edlen Harthölzer suche ich persönlich bei dem Holzhändler meines Vertrauens im Süden von Berlin aus. Es ist immer ein tolles Erlebnis vor Ort in einer Vielzahl von Blöcken (kompletter Stamm in Bolen aufgeteilt) den richtigen zu zu finden und letztendlich in die Werkstatt geliefert zu bekommen. Eine kleine Auswahl und Erläuterungen zu den unterschiedlichen Holzarten fidnen Sie hier.
Das pflanzlich gegerbte Leder kommt von einem etablierten Händler in der Nähe von Nürnberg. Die Häute selbst kommen dann aus den Niederlanden oder seltener aus Argentienien – sie haben also oft eine weite Reise hinter sich. Aber es lohnt sich. Dieses Leder wird als Hauptelement in zwei meiner Modellezu einem Blickfang, der durch seine perfekte Verarbeitung Jahrzehnte genutzt werden kann. Mein Ziel ist es Lokale Häute zu beschaffen. Aber das wird noch ein Wenig dauern.
Handwerkliche Fertigung ist für mich selbstverständlich. Die Verarbeitung der Hölzer geschieht zu einem großen Teil auf sehr alten und robusten Maschinen. Die meisten meiner Maschinen sind weitaus älter als ich selbst. Das hat den Vorteil, dass diese Maschinen in der Regel aus einigen sehr präzise gearbeiteten mechanischen Teilen und einem Motor bestehen. Sie sind also sehr zuverlässig und können in Eigenregie gewartet und repariert werden. Ich fühle mich unter diesen Bedingungen einfach näher am Material.
Das sagen meine Kunden:
„Ein Schaukelstuhl von André Findeisen ist nicht nur ein handschmeichlerisches und optisches Schmuckstück in jedem Wohnzimmer, er vermag es sogar, Menschen zur Ruhe zu bringen, trotz der Bewegung. Schade, dass man nur in einem Stuhl sitzen kann“
Heike Kronberg
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